Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein
   
 

 

 
Eckart Besch, Klavier

1931 in Weimar geboren, erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren bei Ilse Fromm-Michaels. Als Mitglied und Sopransolist des Leipziger Thomanerchores war er  Klavierschüler von Günther Ramin. Nach dem Abitur studierte er  an der Musikhochschule in Hamburg Klavier bei Eduard Erdmann, Komposition bei Philipp Jarnach.

1958 erhielt er den 1. Preis beim ARD-Wettbewerb und wurde noch im selben Jahr an die Hamburger Musikhochschule berufen. Als er einen Ruf aus Wien erhielt, wurde er  von der Hamburger Musikhochschule 1964 zum Professor ernannt, mit 32 Jahren, als einer der jüngsten Deutschlands.

Prof Eckart Besch   Foto: Pressestelle der Landesregierung Schleswig-Holstein
Prof. Eckart Besch bei der Übergabe des 
Brahms-Preises an Stefan Genz 
  Prof. Eckart Besch erhielt 2004 aus der Hand von Ministerpräsidentin Heide Simones die Schleswig-Holstein-Medaille für seinen kulturellen Einsatz in der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein


Sein berufliches Wirken ruhte stets auf 3 Säulen:

1. als Hochschullehrer
in Hamburg, Detmold und München, außerdem hatte er  für ein halbes Jahr eine Gastprofessur an der Ruby Academy  of Music in Tel Aviv, Israel, inne.

2.     als Solist
Gewinn des 1. Preises des ARD Wettbewerbs als erster deutscher Pianist nach dem Krieg

Er spielte allein über 40 verschiedene Klavierkonzerte (so die von Reger und Schönberg) mit berühmten Orchestern und machte Rundfunkaufnahmen und Schallplatten. Er spielte  mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem NDR-Symphonieorchester, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks und dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Dirigenten wie Wolfgang  Sawallisch, Hans Schmidt-Isserstedt, Ernest Bour, Vaclav Neumann, Horst Stein und vielen anderen.

3.     als Kammermusikpartner
zunächst in einem  Trio( Brahms-Trio) mit Thomas Brandis, Geige
und Wilfried Böttcher, Cello. Als Wilfried Böttcher Dirigent wurde, trat  Wolfgang Boettcher an seine Stelle. 

Aber auch Partner wie:
Saschko Gawriloff, Geige,
Hermann Baumann, Horn
Jost Michaels und Eduard Brunner, Klarinette
Paul Meisen, Flöte
David Geringas , Cello u.v.a.

Schließlich gab Eckart Besch György Ligeti die Anregung, ein Horntrio als “ Hommage à Brahms“ zu komponieren. 1982 kam es zur Uraufführung und Einspielung auf Schallplatte mit Saschko Gawriloff, Violine, Hermann Baumann, Horn, und Eckart Besch, Klavier. In dieser Besetzung wurde es noch 70mal aufgeführt in den europäischen Musikzentren wie Paris, Berlin, Wien etc..

Über Jahrzehnte hindurch war er als Juror tätig (so im ARD-Wettbewerb, beim Deutschen Musikrat, in Tel Aviv, Seoul und Washington u.s.w.)  

 

Seit 1996 ist  Professor Eckart Besch Vorsitzender der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein.
Die Gesellschaft nahm seitdem einen enormen Aufschwung.
Dies zeigt allein der Anstieg  der Mitgliederzahlen  (von 99 auf 240!)

Er installierte feste Konzertserien:
Jährliche Brahms-Wochen mit renommierten Interpreten in Kirchen und anderen Spielstätten.
u.a. „Klaviernacht“ im Golfclub, auf einem Gestüt, im Glasspavillon eines Autohauses
„Konzertsaal im Wohnzimmer“:
Intime Konzerte im Brahmhaus in Heide
Postel-Soireen:  3 Konzerte in jeder Saison,  Besetzung über „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ (durch den Deutschen Musikrat gefördert)

Er gab den Anstoß, dass jährlich zum Bußtag das „Requiem“ mit dem Meldorfer Domchor und der Wesselburener  Kantorei als Koproduktion beider Chöre aufgeführt werden kann.(2001 und 2002 mit großem Erfolg durchgeführt)

Aufbau von Kontakten nach Korea
Hilfestellung bei der Gründung einer Koreanischen Brahmsgesellschaft, jährlich 2mal Leitung von Klavierseminaren  und  Veranstaltung von Konzerten in Dithmarschen mit Teilnehmern aus Korea.

Sicherung des Brahms-Preises
Seine gute Freundschaft zu Konsul Karl Uwe Böttcher führte dazu, dass Konsul Böttcher der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein 1999 eine Schenkung in Höhe von 2.000.000,-- DM zukommen ließ, aus deren  Zinsenertrag der Preis (10.000,-- €) auf Dauer gesichert ist.

Er sorgte für viele Anschaffungen, da es ihm gelang Sponsoren zu finden.
- ein fast neuer Steinway Flügel (90.000,-- DM),
- ein altes Tafelklavier aus der Brahmszeit,
- 3 Brahms- Büsten für das Brahms-Haus,
- verschiedenen Autographen,
- eine Standuhr aus dem 18. Jahrhundert und eine alte Dithmarscher Eichentruhe.

Er installierte die Brahms-Gesellschaft in der Gesellschaft, indem er Persönlichkeiten aus allen Bereichen in den Vorstand bat: Landrat, Bankdirektor, Leiter der Musikschule, Bürgervorsteher, Kirchenpropst, Politiker und zuletzt den Leiter des Brahms-Instituts aus Lübeck.  

 
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