Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein
   
 

 

 
Brahms-Preis 2011

Seit 1988 verleiht die Brahmsgesellschaft dank der großzügigen Schenkung von Konsul Uwe Böttcher alljährlich den mit 10.000 € dotierten Brahms-Preis:
Eine Würdigung von Persönlichkeiten, die sich um die Pflege Brahms'scher Musik und seines künstlerischen Erbes verdient gemacht haben.
 

Der Vorsitzende der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein, Prof. Eckart Besch, gab am 24.03.2010 auf der Mitgliederversammlung im Brahmshaus in Heide bekannt:
 
Anne-Sophie Mutter erhält Brahms-Preis 2011. Am 8. Juli 2011 wird die weltberühmte Geigerin den Preis im Rahmen eines Festaktes in der St.-Bartholomäus-Kirche in Wesselburen entgegennehmen. "Ich bin mir der großen Ehre bewusst und werde gerne die Reise nach Schleswig-Holstein einplanen", erklärte die 46-jährige Künstlerin.
Foto: © Anja Frers / Deutsche Grammophon
 
 
 
 
Leuchtendes Brahms-Dreigestirn "Jeder Band eine neue Welt"
Am Sonntag, 02.05.2010, wurde in Heide der mit 10.000 Euro dotierte Brahmspreis 2010 der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein an die Forschungsstelle "Johannes Brahms Gesamtausgabe" (JBG) verliehen. Das Team um Prof. Dr. Siegfried Oechsle ist am Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Kiel beheimatet und erarbeitet die historisch-kritische Neuausgabe des kompositorischen Gesamtwerkes des Hamburger Komponisten mit Dithmarscher Wurzeln, die der Wissenschaft wie auch der musikalischen Praxis dienen soll.
In seinen Grußworten würdigte Kultusminister Dr. Ekkehard Klug die Verdienste des Forschungsteam für das Land Schleswig-Holstein, das sich durch das "leuchtende Dreigestirn" - Brahms-Institut in Lübeck, Brahms-Gesellschaft in Heide und Brahms-Forschungsstelle in Kiel - als Zentrum der Pflege Brahms'schen Schaffens etabliert hätte. "Ihre Arbeit ist als nationale Aufgabe anerkannt und gefördert", so der Minister. Geadelt werde die Preisverleihung durch das Festkonzert des NDR Chors, frisch gebackener Preisträger der Brahms-Medaille der Hansestadt Hamburg, so der Vorsitzende der Brahms-Gesellschaft Prof. Eckart Besch: "Soviel Brahmskompetenz an einem Ort gibt es selten." Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck, verdeutlichte in seiner launigen Laudatio wie sehr dem Komponisten, der sich als Pianist und Dirigent auf vielfältige Weise mit der Musikforschung seiner Zeit auseinandergesetzt hat, der diesjährige Preisträger gefallen hätte. "Für mich ist jeder Band eine neue Welt" soll er anlässlich der Veröffentlichung der ersten Bach-Gesamtausgabe geschwärmt haben. Wie groß das internationale Interesse an ihrer Forschungsarbeit ist, verdeutlichte Siegfried Oechsle in seinen Dankesworten. An den Editionen der JBG seinen nicht nur Forscher des In- und Auslandes beteiligt - durch die Verbindung der Forschungsstelle mit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien werde die Arbeit nicht nur durch das Land Schleswig-Holstein, aus Bundesmitteln und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, sondern auch durch das Österreichische Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gefördert.
Dass die Musik Johannes Brahms nicht nur Wissenschaftler und Forscher interessiert, sondern auch dem NDR Chor ganz besonders gut liegt, konnte das Publikum beim anschließenden Festkonzert eindrucksvoll erleben: unter anderem betörte das Ensemble in der A-cappella-Motette "Warum ist das Licht gegeben" mit einer Mischung aus transparenter Klarheit und einem voluminösen Klang, der noch im zartesten Pianissimo den ganzen Kirchenraum füllt - eine kostbare, dunkel abgerundete Farbe, wie sie eben nur professionellen Sängern zu Gebote steht.
 
Text: Andreas Guballa
Foto oben: Prof. Eckart Besch überreicht Prof.Dr. Siegfried Oechsle den BrahmsPreis 2010
Foto links: v.l. Prof. Eckart Besch, Dr. Johannes Behr, Prof. Dr. Friedhelm Krummacher, Dr. Kathrin Eich, Prof. Dr. Siegfried Oechsle,
Dr. Michael Struck, Prof. Dr. Wolfgang Sandberger

 
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